Reha-Messen wegweisend für Lebensqualität: Sicherung technischer und medizinischer Versorgung für Menschen mit Behinderung

Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied. Doch was, wenn der Arm zum Schwingen des Hammers nicht benutzt werden kann? Was, wenn die Beine nicht genügend Kraft aufbringen, um aufrecht zu stehen? In diesem Fall ist eine Verbesserung der Lebensqualität oft nur mit Hilfsmitteln möglich.

In Deutschland leben (Stand Ende 2019) 7,9 Millionen Menschen mit Behinderung, davon haben etwa 4,6 Millionen eine körperliche Behinderung (Statistisches Bundesamt, 2020). Diese Menschen benötigen Hilfsmittel, die – so die gesetzliche Definition – verloren gegangene körperliche Funktionen kompensieren, ersetzen oder ausgleichen können.

Das Hilfsmittel hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität. Faktoren, welche die Lebensqualität steigern können, setzen in der Regel ein aktives Handeln des Individuums und Interaktionen mit der Umwelt voraus. Liegen Körperbehinderungen vor, die nicht oder nur ungenügend durch entsprechende Hilfsmittel ausgeglichen werden, kann ein entsprechendes Handeln schwer oder sogar unmöglich sein. Die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Lebensqualität ist also abhängig von der Frage, wie gut ein Hilfsmittel in der Praxis die verlorengegangene Handlungsfähigkeit wiederherstellt.

Dank modernster Hilfsmitteltechnologien kann mittlerweile vieles kompensiert und ausgeglichen werden. So gibt es beispielsweise treppensteigende Elektrorollstühle, mitwachsende Sitzschalen für betroffene Kinder, muskelkraftverstärkende Exo-Skelette, intelligente Prothesen und PKW-Umbauten, bei denen das Fahrzeug ohne Arme und Beine gesteuert werden kann. Viele dieser Technologien gehen auf deutsche Unternehmen als weltweit führende Innovationstreiber zurück. Vom 05. Bis 07. Mai 2022 können sie auf der Internationalen Reha- und Mobilitätsmesse für Alle (IRMA) besichtigt werden. Hier haben Betroffene die Möglichkeit, sich einen konzentrierten Überblick zum aktuellen Stand der Technik zu verschaffen Probleme bei der Versorgung behinderter Menschen entstehen häufig dann, wenn keine ausreichenden Informationen und Angebote vorliegen. Bei lokalen Händlern oder Sanitätshäusern findet sich in der Regel nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, die es am Markt gibt. Fehlversorgungen mit teils erheblichen Konsequenzen für die Betroffenen sind daher nicht selten. Diese können sich im erheblichen Maße auf das körperliche und mentale Wohlergehen auswirken und beeinträchtigen auch Angehörige in ihrem Lebensalltag. Denn wenn eine Behinderung nicht oder nur ungenügend durch ein Hilfsmittel kompensiert wird, muss andere Hilfe her.

Auf knapp 9.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist die Internationale Reha- und Mobilitätsmesse für Alle (IRMA) eine der größten Ausstellungen speziell für Menschen mit Behinderung in Deutschland.
Hier können Betroffene führende Spezialisten aus Deutschland und dem Rest der Welt persönlich treffen. Ziel der Aussteller ist es, den Menschen nach aktuellem Stand der Technik optimal und individuell zu versorgen. Denn eine Behinderung ist niemals Standard. Die Aussteller der IRMA begleiten Betroffene von Beginn an, schreiben Anträge und bearbeiten Widersprüche.

Die IRMA findet vom 05. bis 07. Mai 2022 in Halle H und Saal 3 des CCH Congress Center Hamburg statt (Adresse Haupteingang: Congressplatz 1, 20355 Hamburg). Das CCH ist Europas modernstes Veranstaltungszentrum. Ausreichend Parkplätze für schwerbehinderte Messebesucher befinden sich in der Tiergartenstraße. Die Zufahrt in die Tiergartenstraße erfolgt über den Dag-Hammarskjöld-Platz.

Öffnungszeiten Donnerstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 17 Uhr. Eintrittspreis 8,- Euro. Jeweils eine Begleitperson eines behinderten Besuchers mit Vermerk „B“ im Ausweis ist frei (kostenloser Eintritt). Kinder bis 16 Jahre sowie Schüler, Studenten, Zivildienstleistende und Auszubildende haben ebenfalls freien Eintritt. Weitere Informationen über die IRMA 2022 gibt es im Internet unter www.irma-messe.de.

Verantwortlich für Text und Inhalt: Pascal Escales, Anja Stürzer

Veröffentlichung frei – über ein Belegexemplar würden wir uns freuen: Escales GmbH, Auf dem Rapsfeld 31, 22359 Hamburg
Pascal Escales, Tel. (040) 261 00 360
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Internet: www.irma-messe.de

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